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Kaffeetrinker*innen im Radio

Für viele Fans gehören Fußball und Bier zusammen. Nicht so für die "weiß-braunen Kaffeetrinker*innen". Seit mehr als 25 Jahren finden Suchterkrankte bei dem FC St. Pauli-Fanclub Orientierung. Das Ziel: Sport alkoholfrei genießen. Link zum WDR

Update: 20.10.2021

Ihr seid unglaublich! Heute haben wir, bzw. ihr tatsächlich die 2500€ geknackt! Vielen Dank an alle Spender*innen, ihr seid super!

Und weil wir gut drauf sind, haben wir uns auch schon den nächsten Streich ausgedacht:
Ersteigert hier eine wunderschöne Zeichnung vom ehemaligen FCSP-Spieler Walter Frosch und unterstützt dabei unsere Arbeit!


Alkoholfreier Getränkestand im Stadion


Hier spenden!

Hier unterschreiben!


25 Jahre WBK
250 (tausend 😉) Unterschriften
2500 Euro
für einen rein alkoholfreien Getränkeverkaufsstand im Stadion!

Worum geht es?

Auf der FC St. Pauli Mitgliederversammlung im November 2019 haben die Weiß-braunen Kaffeetrinker*innen mehrere Anträge rund um das Thema Suchtprävention gestellt. Unter anderem haben wir die Einrichtung von jeweils einem rein alkoholfreien Getränke-Verkaufsstand pro Tribüne/Kurve beantragt.

Nach einer sehr emotionalen Debatte hat die MV diesen Antrag zumindest als Prüfantrag an das Präsidium verwiesen. Nach eingehender Prüfung ist das Präsidium zu dem Schluss gekommen, dass die Einrichtung der geforderten vier zusätzlichen Getränkestände zu einer Mehrbelastung von 10.000€ pro Jahr führen würde - also 2.500€ pro Stand. Unter Hinweis auf die anstehenden Mehr-Kosten, insbesondere in einer durch die Pandemie verursachten schwierigen Gesamtfinanzsituation, hat der Verein unseren Antrag letztendlich final abgelehnt.

Warum halten wir die Einrichtung von rein alkoholfreien Getränkeständen für so wichtig?

Es ist sicherlich unstrittig, dass es unter den Fans des FC St. Paulis und unter den Besucher*innen des Millerntor Stadions viele Menschen mit einem eher unkritischen Verhältnis zu ihrem Suchtmittelkonsum gibt. Die scheinbar unmittelbare Verknüpfung von Fußballvergnügen und Konsum wird eher selten in Frage gestellt. "Fußball und Bier (Drogen)" gehören halt zusammen - für viele nach wie vor eine unumstößliche Gesetzmäßigkeit.Es gibt aber auch die Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen heraus, irgendwann den Entschluss gefasst haben (fassen mußten), komplett auf Suchtmittelkonsum zu verzichten: https://www.hinzundkunzt.de/holger-klick/

Für suchterkrankte Menschen wie Holger stellt das Millerntor Stadion sicherlich eine Hochrisikozone dar. Ein alkoholfreier Getränkeverkaufsstand ist in diesem Zusammenhang keine Lebensversicherung gegen mögliche Rückfälle - er würde aber als symbolische "triggerfreie" Zone zumindest deutlich machen, dass es eine Handlungsalternative zu erneutem Konsum gibt und darüber hinaus dazu beitragen, Suchtmittelabstinenz positiv zu besetzen.

Viel wichtiger als der Schutz und die Bestärkung von abstinent lebenden Menschen ist uns aber, symbolisch klar zu machen, dass dem Verein und seinen Mitgliedern der Schutz von Kindern und Jugendlichen wirklich wichtig ist. Suchtkarrieren werden in der frühen Kindheit angelegt - Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass Suchtmittelkonsum nicht alternativlos ist - das ist die beste Präventionsmaßnahme ever.

Ein geschützter Bereich, wie etwa der Familienblock, ist dann sinnlos, wenn Kindern und Jugendlichen während ihres zweistündigen Stadionbesuches permanent vorgelebt wird, dass Freizeitvergnügen und Konsum symbiotisch miteinander verwachsen sind. Ein rein alkoholfreier Getränkestand kann zu einem nötigen Paradigmenwechsel lediglich nur einen Minimalanteil beitragen - er wäre aber ein geeigneter Baustein für eine grundsätzlich andere Präventionsarbeit im Verein.

Wir halten also an unserer Forderung fest: Ein symbolischer rein alkoholfreier Getränkeverkaufsstand im Stadion muss möglich sein!

Wir akzeptieren die augenblicklich schwierige finanzielle Situation des Vereins und haben uns daher entschlossen, dem Verein anlässlich unseres 25jährigen Bestehens MIT EURER HILFE die Mehrkosten in Höhe von 2.500€ zu spendieren.

Um es Euch möglichst einfach zu machen, haben wir einen Moneypool eingerichtet. Sollte der Verein unser Geschenk nicht annehmen oder weitere Gründe finden, einen alkoholfreien Getränkestand einzurichten, werden wir den gesammelten Betrag einer stadtteilbezogenen Suchthilfeeinrichtung zur Verfügung stellen, die sich hauptsächlich um junge Menschen kümmert. Gleiches gilt auch dann, wenn wir mit Eurer Hilfe mehr als die vom Verein in den Raum gestellten 2.500€ zusammenbekommen sollten.

Zur Untermauerung unseres Anliegen werden wir Unterschriften sammeln - Start unserer Unterschriften-Sammelaktion wird das Heimspiel gegen Rostock sein - zusätzlich haben wir auch eine noch eine Online-Petition auf den Weg gebracht

Wir bedanken uns schon jetzt für Eure Unterstützung


Eure Weißbraunen Kaffeetrinker*innen